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Scelsi, Giacinto Komponist Portrait Bild
Giacinto Scelsi (1905 - 1988)
Giacinto Scelsi, geboren am 8.1.1905 in La Spezia, zählt zu den wichtigsten Exponenten der Musik des 20. Jahrhunderts, obwohl er in relativer Zurückgezogenheit und am Rande der offiziellen Musikwelt gewirkt hat.
Früh schon hatte sich seine eminente Begabung als Improvisator bemerkbar gemacht, und er begann den traditionellen Weg des Komponisten einzuschlagen, u. a. studierte er während der Dreißigerjahre in Wien beim Schönberg-Schüler Fritz Klein. Scelsi begann sich schließlich immer mehr von den Zwängen des abendländischen Tonsatzdenkens zu entfremden. Er durchlebte eine persönliche und geistige Krise, begab sich auf ausgedehnte Reisen durch Afrika und Asien und fand schließlich - gestärkt durch Erkenntnisse der östlichen Philosophie und Mystik - zu einem neuen Verhältnis zur Musik. Nach der Mitte des Jahrhunderts begriff er sich selbst nicht mehr als Komponist, sondern eher als eine Art Medium, das über einen geistigen Zugang zu transzendenten Welten verfügt.
Er kehrte nach Rom zurück und widmete sich fortan einer Musik, die über mikrointervallisches Kreisen, energetisches Strömen in der Zeit, klangfarbliche Licht- und Schattenspiele in das Innere des Tones vorstoßen sollte. Auf immer neue Weise gelang es ihm mit Werken der verschiedensten Gattungen, magische Klangräume aufzutun, das Bewusstsein des Hörers auf meditative Weise zu fokusieren.
Dem klassisch-analytischen Zugriff verweigert sich diese Klangesoterik. Dazu der Musikologe Karl Dahlhaus: "Man kann Scelsis Musik zwar beschreiben, sie aber streng genommen nicht analysieren. Kategorien wie Thema und Entwicklung, Reihe und Ableitung, Harmonie, Rhythmus und sogar Klangfarbenmelodie versagen auf irritierende Weise angesichts einer Musik, deren sinnfälligstes Merkmal ein Gestus der Verweigerung ist."
Freilich, über eine Verweigerung solcher Art wird sinnfällig, und nicht nur das, es wird sinnlich erlebbar, dass es Formen musikalischen Erlebens gibt, die im Abendland während vieler Jahrhunderte gewissermaßen systematisch ausgeblendet worden waren, auch daß es Dimensionen einer Geistigkeit gibt, die der westliche Mensch sich erst wieder über die Versenkung in elementaren Klang, über Intuition und Augenblickserfahrung erschließen kann.
Giacinto Scelsi starb am 9.8.1988 in Rom.
    Hauptwerke:
    Quattro Pezzi (für Orchester), Anahit (für Violine und Orchester), Chukrum (für Streichorchester), Kya (verschiedene Besetzungen), Maknongan (verschiedene Besetzungen), Streichquartette, Chorwerke, Werke für Soloinstrumente


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