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 | Isang Yun (1917 - 1995)
wurde am 17. September 1917 in der Nähe der südöstlichen Hafenstadt Tongyông geboren. Yun beteiligte sich am anti-japanischen Widerstand, wurde 1943 verhaftet und gefoltert. Mit dem Kulturpreis der Stadt Seoul (1955) ausgezeichnet, konnte er 1956-59 in Paris und Berlin studieren. Von Deutschland aus fand er den Anschluß an die internationale Avantgarde. Mit der Uraufführung des Orchesterstücks Réak in Donaueschingen gelang 1966 der internationale Durchbruch. Von 1970 bis 1985 lehrte Yun Komposition an der Hochschule der Künste Berlin, seit 1974 als Professor. Sein OEuvre umfaßt mehr als hundert Werke, darunter vier Opern sowie mehrere Instrumentalkonzerte. In den achtziger Jahren entstanden fünf große, zyklisch aufeinander bezogene Symphonien; in dieser Zeit entwickelte Yun einen neuen Ton auch in seinen Kammermusikwerken, die durch das Streben nach Harmonie und Frieden gekennzeichnet sind. Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel war zugleich sein politisches Ziel.
Isang Yun starb am 3. November 1995 in Berlin, wo er in einem Ehrengrab der Stadt beigesetzt wurde. Er war Mitglied der Akademien der Künste in Hamburg und Berlin sowie der Academia Scientiarum et Artium Europaea in Salzburg, Ehrenmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, Ehrendoktor der Universität Tübingen und Träger der Goethe-Medaille des Goethe-Instituts sowie des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. |
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