Gluck, Christoph Willibald (1714 - 1787)
ist hauptsächlich
wegen seiner großen Opernreform bekannt und wurde am 2. Juli 1714 in Erasbach geboren und
starb am 15. November 1787 in Wien.
Er studierte an der Prager Universität und war zugleich als Sänger und Cellist tätig.
Ab 1737 war er in Mailand wo er 4 Jahre Komposition bei Sammartini studierte.
1741 wurde seine erste Oper 'Artaxerxes' aufgeführt und es folgten 5 weitere Opern für
Mailand, Venedig und Turin. 1745 ging er nach London wo er Händel begegnete. Dann ging
Gluck mit einer Operntruppe auf Tournee durch ganz Europa, wo er seine eigene und die
Musik anderer Komponisten aufführte. 1750 ließ er sich in Wien nieder, wo er bis 1764
Kapellmeister an der Hofoper war.
Glucks Opernreform ging dahin, die Selbstherrlichkeit den Sängern zu nehmen. An Stelle
des Bravourgesanges, den 3teiligen Arien und Rezitativen, die die dramatische Handlung
erstarren ließen und ohne wirklichen Bezug zur Handlung waren, traten Arien, die durch
wiederkehrende Begleitmotive die Teile des Werkes zu einer Einheit führten. Sein Einfluß
auf die Geschichte des Musiktheaters ist von enormen Bedeutung. Vor allem H. Berlioz und
R. Wagner griffen die Gedanken von Gluck auf.
Hauptwerke:
107 Opern und andere Bühnenwerke, 4 Ballette, 9 Symphonien, zahlreiche Chor- und
Kammermusikwerke... |